034207 4068-100 Termin buchenTermin

Digitalisierung ·

Prüfbuch digitalisieren: fliegende Bauten und ihre Nachweise

Ein digitalisiertes Prüfbuch macht die Nachweise fliegender Bauten an jedem Aufbauort verfügbar, ohne dass das Original mitreist - und ohne dass ein Verlust den gesamten Dokumentationsverlauf mitnimmt.

Ein Zirkuszelt, ein Kettenkarussell, eine Konzertbühne: Bauten, die aufgebaut, genutzt und wieder abgebaut werden. Was sie verbindet, ist nicht die Bauart, sondern der Umstand, dass sie an jedem neuen Ort erneut geprüft werden. Und dass an jedem neuen Ort dasselbe Buch vorgelegt werden muss.

Was fliegende Bauten sind

Bauliche Anlagen, die dazu bestimmt sind, wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden. Messe- und Zirkuszelte, Fahrgeschäfte, temporäre Bühnen und Tribünen. Der Begriff meint nicht das Fliegen, sondern die Ortsungebundenheit.

Betroffen sind entsprechend viele: Veranstaltungsbetriebe, Schausteller und Zirkusse, Messebauer, Freizeitparks, und Kommunen, die Stadtfeste und Festivals ausrichten.

Was im Prüfbuch steht

Es ist die gesammelte Nachweisführung eines Baus: technische Zeichnungen, Standsicherheits- und Materialnachweise, Wartungs- und Prüfprotokolle, behördliche Genehmigungen, die Historie der Aufbauorte. Gegenüber Bauämtern und Prüforganisationen ist es der Beleg dafür, dass der Bau in dem Zustand ist, in dem er genehmigt wurde.

Bei Abnahmen, wiederkehrenden Prüfungen und Standortwechseln ist ein vollständiges, aktuelles Prüfbuch regelmäßig Voraussetzung für den Betrieb.

Warum das auf Papier mühsam ist

Das Prüfbuch reist mit. Es liegt im Fahrzeug, im Bauwagen, im Büro des Betriebsleiters, und es wird bei jeder Prüfung angefasst. Papier, das jahrelang unterwegs ist, sieht am Ende danach aus.

Dazu drei Punkte, die im Betrieb wehtun:

  • Ein Exemplar. Wer es nicht dabei hat, hat es nicht. Bei parallelen Aufbauten an mehreren Orten wird das zum Terminproblem.
  • Nachträge dauern. Ein Prüfprotokoll, das noch beim Sachverständigen liegt, fehlt im Buch, bis es physisch dort eingeheftet ist.
  • Verlust ist endgültig. Mit dem Buch verschwindet die gesamte Nachweiskette, nicht ein einzelnes Blatt.

Was die Digitalisierung ändert

Der Bestand wird vollständig erfasst und bleibt als Digitalisat verfügbar, unabhängig davon, wo das Original gerade ist. Für Behördentermine lässt sich der relevante Teil vorab übermitteln, statt ihn vor Ort zu blättern. Neue Protokolle kommen als Datei dazu und sind sofort für alle Beteiligten sichtbar. Und der Verlust des Papiers ist ärgerlich, aber nicht mehr existenzbedrohend.

Das ersetzt nicht die Pflicht, das Prüfbuch in der vorgeschriebenen Form zu führen. Ob und in welchem Umfang eine digitale Führung an die Stelle des Papiers treten kann, ist mit der zuständigen Behörde zu klären - die Digitalisierung sichert zunächst den Bestand und macht ihn verfügbar.

Wie so ein Bestand aussieht

Selten wie ein Buch. Meist ist es ein Ordner mit gemischten Formaten: A4-Protokolle, gefaltete technische Zeichnungen im Grossformat, Fotos, Durchschläge, handschriftliche Vermerke am Rand. Genau diese Mischung entscheidet über das Verfahren - was gebunden ist, wird zerstörungsfrei erfasst, die Zeichnungen laufen über den Grossformatscanner, der Rest über den normalen Scanservice.

Zusammengeführt wird alles zu einer Datei je Bau, in der Reihenfolge, in der es im Ordner lag.

Weitere Beiträge

Alle Beiträge ansehen

Kostenfreie Erstberatung

Was mit Ihrem Aktenbestand möglich ist

Sagen Sie uns Menge, Art und Frist. Sie erhalten meist innerhalb von 24 Stunden einen konkreten Weg mit Aufwand und Kosten - für Einlagerung, Digitalisierung oder beides.

Porträt Elisabeth Friske