Patientenakten für Kliniken archivieren und verwalten
dokuhaus übernimmt für Krankenhäuser die laufende Abholung, Erfassung und Verwahrung von Fall- und Patientenakten über die gesetzliche Aufbewahrungsfrist, mit dokumentiertem Zugriff und Vernichtung nach Freigabe.
Welche Fristen gelten
| Unterlage | Frist |
|---|---|
Behandlungsakte§ 630f Abs. 3 BGB Beginn: nach Abschluss der Behandlung | 10 Jahre |
Aufzeichnungen bei Behandlung mit ionisierender Strahlung§ 85 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 StrlSchG Beginn: im Gesetz nicht bestimmt | 30 Jahre |
Aufzeichnungen zur Rückverfolgung von Blutprodukten§ 14 Abs. 3 TFG Beginn: im Gesetz nicht ausdrücklich bestimmt | 30 Jahre |
Krankenhausunterlagen allgemeinKrankenhausgesetz Sachsen-Anhalt und Sächsisches Krankenhausgesetz Beginn: entfälltAnmerkungBeide Landesgesetze enthalten keine Aufbewahrungsfrist. Die verbreiteten 30 Jahre stammen aus § 199 Abs. 2 BGB: Ansprüche wegen Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit verjähren erst nach 30 Jahren. Das ist eine haftungsrechtliche Empfehlung, keine Pflicht. In anderen Bundesländern kann das Landesrecht abweichen. | keine Landesregelung |
Stand der Angaben: 2026-09. Die Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Ausführliche Übersicht: Aufbewahrungsfristen nach Unterlagenart
Kliniken produzieren Akten in einem Takt, den kein internes Archiv dauerhaft aufnimmt. Anders als in der Arztpraxis geht es nicht um einen einmaligen Altbestand, sondern um einen laufenden Zufluss über Jahrzehnte.
Wir holen regelmäßig neue Bestände ab, erfassen sie und verwahren sie über die Frist. Der Zugriff bleibt dokumentiert, die Vernichtung erfolgt erst nach Freigabe.
Typische Herausforderungen
- Der Bestand wächst schneller als jede Archivfläche im Haus
- Fallakten statt einer durchgehenden Patientenhistorie erschweren das Wiederfinden
- Zugriffe müssen nachvollziehbar dokumentiert sein, nicht nur möglich
- Sozialdatenschutz stellt höhere Anforderungen als der allgemeine Datenschutz
- Fristen unterscheiden sich je Unterlagenart und Bundesland
Getrennte Teams für getrennte Aufgaben
Archivierung und Digitalisierung werden bei uns von getrennten Teams ausgeführt. Wer Akten einlagert, digitalisiert sie nicht, und umgekehrt. Das reduziert die Zahl der Personen, die überhaupt Einsicht in einen Bestand nehmen können.
Ein Fall aus der Praxis
Fallakten einer Klinik, seit rund 20 Jahren
Für jeden Patienten entsteht eine Fallakte, eine durchgehende Patientenakte gibt es dort nicht. Wir holen regelmäßig neue Bestände ab und verwahren inzwischen rund 100.000 Akten im Sicherheitsarchiv. Der Bestand wird laufend fortgeschrieben.
Anonymisiert. Kundennamen nennen wir nur mit ausdrücklicher Zustimmung.
Leistungen für diesen Bestand
Aktenverwaltung
Bestände über Fachabteilungen hinweg ordnen und Fristen je Akte führen.
Scan-on-Demand
Einzelne Krankenakte anfordern, digital statt per Botengang durchs Haus.
Archivlogistik
Auslagerung ganzer Archivräume, dokumentiert von Regal zu Regal und Karton.
Unterlagen, die in dieser Branche anfallen
Personalakten
Fristen für Pflege- und Verwaltungspersonal, getrennt nach Unterlagenart.
Patientenakten
Zehn bis dreißig Jahre, je nach Norm, Anwendung und Landeskrankenhausrecht.
Weitere Branchen mit ähnlicher Ausgangslage
Arztpraxen und Praxisauflösung
Dieselben Fristen, kleinere Bestände, andere Räume und Übergabefälle.
Kranken- und Pflegekassen
Sozialdaten mit eigenen Regeln zu Aufbewahrung, Löschung und Zugriff.
Pflegedienste und Pflegeheime
Keine gesetzliche Frist für Pflegedoku, nur vertragliche.
Häufige Fragen zu Krankenhäuser und Kliniken
Wie lange müssen Krankenhäuser Patientenakten aufbewahren?
Wer hat Zugriff auf die eingelagerten Akten?
Können Akten kurzfristig für eine laufende Behandlung angefordert werden?
Stimmt es, dass Kliniken Patientenakten 30 Jahre aufbewahren müssen?
Wie schnell steht eine angeforderte Fallakte bereit?
Was gilt für Aufzeichnungen zu Blutprodukten?
Kostenfreie Erstberatung
Was mit Ihrem Aktenbestand möglich ist
Sagen Sie uns Menge, Art und Frist. Sie erhalten meist innerhalb von 24 Stunden einen konkreten Weg mit Aufwand und Kosten - für Einlagerung, Digitalisierung oder beides.
