Digitalisierung ·
Chroniken und alte Bücher digitalisieren
Bei Chroniken und historischen Büchern entscheiden drei Dinge über das Verfahren: wie brüchig das Papier ist, wie weit die Schrift in die Buchfalz hineinreicht und ob Fotos oder Zeitungsausschnitte eingeklebt wurden.
Eine Vereinschronik gibt es einmal. Wenn sie verloren geht, verbrennt oder im Keller nass wird, ist sie weg, und mit ihr das, was hundert Jahre lang jemand aufgeschrieben hat. Das ist der Grund, warum solche Bände digitalisiert werden - nicht die Bequemlichkeit.
Drei Dinge, die vorher geklärt werden
Wie brüchig ist das Papier? Papier des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts ist oft holzschliffhaltig und wird mit der Zeit spröde. Solche Seiten vertragen kein Umblättern im Takt einer Maschine. Sie werden einzeln von Hand geführt, und manche Bände lassen sich nur mit Zwischenlagen überhaupt noch öffnen.
Wie weit reicht die Schrift in die Falz? Bei eng gebundenen Bänden verschwindet der Zeilenanfang im Bund. Ein Aufsichtscanner mit stützender Auflage holt einen Teil davon zurück, ohne den Rücken flach zu drücken. Wie viel, entscheidet sich am Objekt und nicht am Angebot.
Ist etwas eingeklebt? Chroniken sind selten reine Textbände. Zeitungsausschnitte, Fotos, Postkarten, Trauerbriefe, gefaltete Beilagen: Alles davon hat eine andere Stärke, eine andere Farbigkeit und einen anderen Erhaltungszustand als die Trägerseite. Gefaltete Beilagen müssen aufgeklappt und einzeln erfasst werden, sonst fehlt der halbe Inhalt im Digitalisat.
Warum nur zerstörungsfrei
Bei Chroniken stellt sich die Frage nach dem destruktiven Verfahren nicht. Der Band bleibt gebunden und wird auf einem Aufsichtscanner von oben erfasst. Das ist langsamer und teurer als ein Einzug, aber der Gegenstand ist nicht ersetzbar.
Bei stark beschädigten Bänden lohnt vorher die Rücksprache mit einer Restauratorin oder einem Restaurator. Es gibt Zustände, bei denen zuerst gesichert und dann gescannt werden muss, nicht umgekehrt.
Was am Ende herauskommt
Ein Digitalisat, das sich lesen, weitergeben und drucken lässt, ohne dass jemand das Original noch einmal anfassen muss. Für Vereine heisst das, dass die Chronik zum Jubiläum ausgelegt werden kann, ohne dass sie dabei leidet. Für Familien, dass alle Beteiligten dieselbe Fassung haben statt einer Kopie der Kopie.
Das Original geht zurück. Wo es danach hin soll, ist eine eigene Frage - trocken, dunkel, klimatisch stabil, und nicht im Keller.
Was das für Ihren Band bedeutet, lässt sich nur am Objekt sagen. Details zum Verfahren: Bücher scannen.
Weitere Beiträge
Digitalisierung ·
Pläne digitalisieren: was vorher zu klären ist
Pläne digitalisieren: welche Formate gehen, welche Auflösung sinnvoll ist, was Indexierung bringt und woran alte Lichtpausen scheitern.
Aktenlagerung ·
Insolvenzakten auslagern und archivieren
Wie lange Insolvenzakten aufbewahrt werden müssen und wie der Ablauf von der Abholung bis zur Vernichtung mit Nachweis aussieht.
Digitalisierung ·
Bücher digitalisieren: zerstörungsfrei oder destruktiv
Aufsichtscanner mit erhaltenem Einband gegen Beschnitt und Einzug: Wann welches Verfahren sinnvoll ist und was der Unterschied kostet.
Kostenfreie Erstberatung
Was mit Ihrem Aktenbestand möglich ist
Sagen Sie uns Menge, Art und Frist. Sie erhalten meist innerhalb von 24 Stunden einen konkreten Weg mit Aufwand und Kosten - für Einlagerung, Digitalisierung oder beides.
